Herausforderungen bei der Globalisierung und Internationalisierung -Transliteration - QUANTO Solutions

Herausforderungen bei der Globalisierung und Internationalisierung: Transliteration

Bei der Globalisierung und Internationalisierung müssen Unternehmen viele rechtliche, kulturelle und weitere Besonderheiten beachten.

QUANTO Solutions beleuchtet in diesem Artikel die wesentlichen Aspekte für Ihr Unternehmen. Insbesondere, welche Rolle dabei Transliteration spielt.

Globalisierung und Internationalisierung

Lassen Sie uns zunächst diese beiden Begriffe hinsichtlich Bedeutung, Chancen und Herausforderungen für Unternehmen untersuchen. Globalisierung kann dabei als Oberbegriff für Internationalisierung und Lokalisierung verstanden werden.

Globalisierung

In der Geschäftswelt bedeutet Globalisierung, wenn ein Unternehmen in verschiedenen Märkten präsent ist, von der Produktion bis hin zum Vertrieb.

Klassische Beispiel hierfür sind McDonald’s (Franchise in mehr als 100 Ländern), der wohl bekannteste Online-Marktplatz Amazon, aber auch Netflix (in über 190 Ländern) und Nike mit seinem “Swoosh” Logo.

Die Vorteile der Globalisierung liegen für Unternehmer und Konsumenten auf der Hand: Rohstoffe, Verarbeitung und Dienstleistung zu besten Konditionen bzw. einheitliche Markenqualität, Leistungen und Standards z.B. Sicherheit.

Zu den Herausforderungen für Unternehmen zählen unter anderem

  • der demografische Wandel in vielen Industrienationen
  • die fortlaufende Digitalisierung, Automatisierung, KI und Big Data
  • wirtschaftliche und politische Entwicklungen wie die Handelsspannungen mit China oder der Brexit

Um zukunftsfähig zu bleiben, sollten Unternehmen frühzeitig diese Trends erkennen und gegensteuern.

QUANTO Solutions steht Ihnen als verlässlicher Partner für alles rund um Digitalisierung, individuelle SAP-Lösungen und mehr zur Seite. In unserem Blog finden Sie aktuelle Informationen, beispielsweise über Big Data und zeitgemäße SAP Lösungen.

Internationalisierung

Einfach gesagt, ist Internationalisierung die Expansion eines Unternehmens in neue internationale Märkte. Interne Strukturen und Logistik sowie die Anpassung an lokale Gegebenheiten gehören ebenso dazu, sodass die Produkte und Dienstleistungen für die Zielregion und deren Sprache und Kultur optimiert sind.

Anders ausgedrückt kann Internationalisierung auch als Unternehmensstrategie beschrieben werden, mit deren Hilfe Produkte und Dienstleistungen möglichst flexibel an verschiedene Märkte angepasst werden.

Internationalisierung bei Unternehmen

Ein Beispiel hierfür ist IKEA, das die Montageanleitungen für die Möbel von vornherein mit möglichst wenig Text und vielen kulturneutralen Illustrationen ausstattet, sodass im Internationalisierungs-Prozess möglichst wenig Mehraufwand oder auch Missverständnisse entstehen.

Im IT-Sektor sind in puncto Internationalisierung besonders folgende Aspekte zu beachten

  • Kodierung: Die ASCII-Zeichencodierung reicht für Texte in den meisten Sprachen mit lateinischem Alphabet aus. Andere Sprachen wie Kyrillisch oder Chinesisch benötigen in der Regel eine größere Zeichenkodierungen wie etwa Unicode.
  • Hardware: Software-Designer sollten bedenken, dass möglicherweise nicht jede Hardware Ausrüstung in allen Ländern verfügbar ist.
  • Benutzerfreundlichkeit: Texte auf Englisch sind in der Regel recht kurz. Bereits in der deutschen Sprache oder in anderen Sprachen wie Französisch stellt man fest, dass Ausdrucksweisen länger sind und mehr Platz benötigen. Diese sollte bei der Gestaltung der Benutzeroberfläche berücksichtigt werden. Des Weiteren gilt es zu beachten, dass viele Sprachen von links nach rechts geschrieben werden, aber andere Sprachen wie Arabisch oder Hebräisch von rechts nach links.

Herausforderungen der Internationalisierung beinhalten

  • Gesetzgebung im Zielmarkt
  • Technische Besonderheiten
  • Sprachliche und kulturelle Unterschiede
  • Zahlungsabwicklung und Logistik
  • Kontakte und Netzwerke vor Ort
  • Personelle Ressourcen und Kompetenzen

Auch hier steht Ihnen QUANTO Solutions mit langjähriger Erfahrung, Rat und Tat zur Seite!

Lokalisierung

Nach der Internationalisierung, wird ein Produkt an einen bestimmten Zielmarkt angepasst. Das versteht man unter Lokalisierung.

McDonalds bietet hierfür ein interessantes Beispiel in Indien, wo etwa 40% der Bevölkerung Vegetarier sind. In Indien hat McDonalds einen vegetarischen „McAloo Tikki“-Burger im Angebot, um den regionalen Präferenzen gerecht zu werden. In Israel servieren viele McDonalds Filialen koschere Gerichte und schließen am Sabbat.

In diesem Zusammenhang spielt Übersetzung eine große Rolle und kann als Teilbereich der Lokalisierung gesehen werden. Hier fließt jedoch mehr ein als die wörtliche Übersetzung alleine.

Das können zum Beispiel folgende Aspekte sein

  • Format von Namen (Nachname, Vorname), Telefonnummern, Datum, Zeitangaben
  • Schreibrichtung (im Hebräischen und Arabischen von rechts nach links)
  • Maßeinheiten: Celsius oder Fahrenheit bzw. Kilometer oder Meilen
  • Elektrische Spannung, Frequenzen, Stecker
  • Zeichensetzung, Symbole, Piktogramme (z.B. bestimmte Farben)
  • Rechtliche Vorgaben (z.B. DSGVO für EU-Bürger)

Tappen Sie bei der Lokalisierung nicht in folgende Fallen

  • Missachtung von lokalen, kulturellen und sprachlichen Besonderheiten
  • Keine Zeit und Ressourcen für Lokalisierung planen
  • Lokalisierung nicht von Anfang an in das Design einplanen q
Globalisierung bei Unternehmen

Hier kommt nun auch Transliteration ins Spiel, bei der Ihnen die Experten von QUANTO Solutions gerne behilflich sind. Lassen Sie uns jedoch zunächst Transliteration etwas genauer ansehen!

Was sind Transliteration, Transkription und Romanisierung?

Weltweit gibt es mehr als 7.000 Sprachen. Was denken Sie, welches die am weitesten verbreiteten Sprachen sind?

Es ist vielleicht keine Überraschung, dass an der Spitze der Liste der am häufigsten gesprochenen Sprachen der Welt Mandarin-Chinesisch (mehr als 1,2 Milliarden Muttersprachler) ist, gefolgt von Spanisch (400 Millionen Muttersprachler) und Englisch (350 Millionen Muttersprachler).

Um Inhalte, Wörter und Texte in Sprachen mit unterschiedlichen Alphabeten darzustellen, bedienen sich Experten der Transliteration, Transkription und Romanisierung. Doch wie unterscheiden sich die Begriffe und inwiefern sind sie für die Globalisierung und Internationalisierung von Firmen relevant?

Transliteration

Transliteration bedeutet die buchstabengetreue Konvertierung von Wörtern vom Alphabet einer Ausgangssprache in das Alphabet der Zielsprache.

Transliteration hilft dem Leser außerdem zu verstehen, wie ein bestimmtes Wort in der Zielsprache ausgesprochen wird. Dies wird erreicht, indem das Alphabet des Originaltextes in ähnlich klingende und entsprechende Zeichen eines anderen Alphabets in einer Fremdsprache gebracht wird.

Oftmals werden hierfür diakritische Zeichen als zusätzliche Information herangezogen, um die genaue Aussprache wiederzugeben. In der Regel gibt es im Chinesischen nur eine offizielle Transliteration. Dabei handelt es sich um Pinyin, also die Umschrift von chinesischen Zeichen in Laute, die auch die Töne bzw. Aussprache angibt gemeinsam mit den diakritischen Zeichen.

Transliteration findet hauptsächlich bei Personen- und Firmennamen sowie Adressen und Produkten Anwendung. So behebt Transliteration das Problem unterschiedlicher Zeichen in verschiedenen Alphabeten.

Damit können auch Wörter auf abweichenden Laptop-Tastaturen und Textverarbeitungsprogrammen eingeben werden, besonders in Sprachen, die nicht das lateinische Alphabet verwenden, wie etwa Chinesisch, Russisch oder Arabisch.

Darüber hinaus ist Transliteration hilfreich, wenn eine Person das Alphabet einer Sprache nicht beherrscht, aber die Sprache versteht und sprechen kann.

Transkription

Im Vergleich dazu kann Transkription als lautgetreue Umschrift mithilfe einer phonetisch definierten Lautschrift beschrieben werden. Auch wenn jemand eine Sprache nicht beherrscht, kann er/sie dadurch ein Wort oder einen Text aussprechen.

Hier ein anschauliches Beispiel:

GriechischTransliterationTranskription
Μπερλίν, Ντακάρ, ΓκέντMperlín, Ntakár, GkéntBerlin, Dakar, Gent

Weltweit gibt es mehrere Varianten der Transkription pro Sprache, je nach Bedarf. So gibt es in der Russischen Sprache beispielsweise eine offizielle Transkriptions-Variante in Russland für Namen in Reisepässen, eine weitere Variante für Straßennamen und schließlich eine Variante für wissenschaftliche Umschriften nach ISO-Norm.

Im Vergleich dazu gibt es auch Länder, in denen es keine offizielle Transkription und Transliteration gibt, beispielsweise Thai. Die Problematik hierbei ist, dass unterschiedliche Personen zu unterschiedlichen Schreibweisen und Aussprachen kommen können, was insbesondere bei offiziellen Dokumenten eine Herausforderung darstellen kann.

Sehen wir uns zuletzt noch kurz an, was Romanisierung bedeutet.

Romanisierung

Bei der Romanisierung handelt es sich um eine Transkription/Transliteration in lateinische Buchstaben.

Und was hat das alles nun mit Globalisierung und Internationalisierung zu tun?

Relevanz von Transliteration für internationale Unternehmen

Transliteration und Transkription können in verschiedenen Szenarien eingesetzt werden:

  • Bonitätsauskünfte über Geschäftspartner
  • Sanktionslisten
  • Ausstellung von amtlichen Ausweisen
  • Adressdatenbanken zu Marketingzwecken
  • Stammdaten-Management für globale Unternehmen

Transliteration und Transkription können außerdem dabei helfen, folgende Informationen optimal darzustellen.

  • Personennamen
  • Markennamen
  • Firmennamen
  • Adressen

Jedoch kommt bei

  • Titeln, Funktionen im Unternehmen, Abteilungen
  • Firmenbezeichnungen (GmbH, AG etc.)

eher eine Übersetzung in Frage.

Das Deutsche Technik-Unternehmen Jungheinrich ist ein gutes Beispiel dafür, wie Transliteration Marken hilft, sich zu positionieren. Auf Chinesisch wird Jungheinrich zu “永恒力”. Die Transliteration ergibt “Yonghengli”, was so viel bedeutet wie “ewige, konstante Kraft” und perfekt die Produkte und Leistungen von Jungheinrich widerspiegelt, zum Beispiel die Gabelstapler.

Weitere interessante Beispiele für die Transliteration von internationalen Markennamen auf Chinesisch können Sie hier nachlesen.

Die Herausforderung dabei ist, dass man als Leser nicht wissen kann, ob transliteriert oder übersetzt wurde. Und wenn transliteriert wurde, welche Zeichen genutzt wurden.

Beim Einsatz von Software zur Transliteration ist es also wichtig, eine gut strukturierte Datenbank für Firmennamen und von Adressen zu haben, und diese abzugleichen, um zu identifizieren, welche anderen Informationen übersetzt werden müssen.

Sehen wir uns doch die technischen Aspekte hinter der Transliteration und Übersetzung etwas genauer an.

Herausforderungen und technische Aspekte

Obwohl maschinelle Übersetzung immer noch nicht das Niveau der menschlichen Übersetzung erreicht hat und die Ergebnisse, die geliefert werden, immer noch von schwankender Qualität sind und in den meisten Fällen eine Nachbearbeitung durch einen Humanübersetzer erfordern, produzieren einige Online-Übersetzungsdienste wie Google Translate oder Deepl mittlerweile Texte, die sich sehr flüssig lesen, besonders wenn es um weit verbreitete Sprachen wie Englisch oder Spanisch geht. Was jedoch Transliteration, Transkription und Romanisierung betrifft, gibt es keine hochqualitativen kostenlosen Online-Dienste.

Viele Transliterationen bauen auf dem ICU-Projekt von Unicode auf, was ein guter Startpunkt ist, in der Praxis jedoch viele Anpassungen erfordert.

Beispiel für Personennamen

Ein Mitarbeiter erhält eine E-mail auf Japanisch und nutzt Google Translate, um zu verstehen, worum es geht. Der Mitarbeiter lernt, dass es um eine mögliche Partnerschaft geht und möchte antworten.

Das Übersetzungstool kennt jedoch keine Eigennamen und übersetzt den Namen des potentiellen Geschäftspartners “Herrn 山下” mit “Herrn unter dem Berg”. Dieser heißt jedoch “Herr Yamashita” auf Japanisch und wäre bestimmt bei der Anrede mit “Herrn unter dem Berg” verärgert und würde möglicherweise die Geschäftsbeziehung in Frage stellen.

Des Weiteren hat die lateinische Schrift nur 26 Zeichen, was die Darstellung von fremden Texten einschränkt. Im Vergleich dazu gibt es beispielsweise im Chinesischen kein Alphabet, sondern mehr als 100.000 Schriftzeichen, die individuelle Silben darstellen. Für den täglichen Gebrauch wird in der Regel eine Kenntnis von 3.000 – 5.000 Schriftzeichen benötigt.

Außerdem gibt es in anderen Sprachen mitunter Laute, die mit dem lateinischen Alphabet nicht 1:1 reproduziert werden können. Obwohl es diverse ISO und DIN-Normen für Umschriften ins Lateinische gibt (z.B. Chinesisch ISO 7098), kann dies unter anderem dazu führen, dass Transliterationen nicht einheitlich sind.

Beispiel für Firmennamen

Bei diesen japanischen Firmennamen kommt eine Mischung aus Übersetzung und Transliteration zur Anwendung.

Der transliterierte Teil des Firmennamens ist hier grün markiert und der übersetzte Teil blau.

  • 竹下建設Takeshita Construction
  • 製作所Mori Manufacturing
  • ジャカコン物流Jakakon Logistics

Technische Lösungen für Transliteration sind daher oft sehr komplex. Ihre Experten von QUANTO Solutions stehen Ihnen hierbei auf Wunsch hilfreich zur Seite und liefern maßgeschneiderte Transliterations-Lösungen für Sie!

Fazit: Transliteration in der Globalisierung und Internationalisierung

Unsere globalisierte Welt hat viele Vorteile, aber auch einige Herausforderungen. Für Unternehmen bieten Globalisierung und Internationalisierung insgesamt eine Vielzahl von Chancen: von Produktions- und Prozessoptimierung bis zur Erschließung neuer Märkte.

Unsere Leistungen und Lösungen für die Globalisierung und Internationalisierung Ihres Unternehmens: Digitalisierung inklusive Transliteration, sowie maßgeschneiderte SAP-Lösungen und Big-Data-Integration.

Überzeugen Sie sich von uns im kostenlosen Erstgespräch!

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